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Dharma-Beiträge

Kreatives


"Dharma ist das Floß,
um den Strom von Samsara zu überqueren
und ans andere Ufer zu gelangen.“

Worte des Buddha



Gedanken und Bilder

von Ani Karma Tsultrim (Ingrid Hupfer-Neu)

Devotion

Krankheit zum WEG machen

Die Zeit des Krankseins ist ein kostbares Retreat.
Die Unsicherheit, nicht zu wissen was sein wird,
öffnet die Erfahrung lebendiger Jetztheit.
Dies ist das Leben, wie es wirklich ist – Moment für Moment –
nicht zu wissen, was sein wird.
Das ist Leerheit, in der alles möglich ist,
in der wir fähig sind loszulassen.
Wir müssen das nur erkennen – und akzeptieren.
Dann ist alles in Ordnung, was immer geschieht.

Dann gibt es keine Identifikation mit Krankheit.
Sie ist einfach eine Veränderung in diesem unbeständigen Körper.
Veränderung geschieht ständig.
Manchmal nehmen wir sie intensiver wahr.
Lass dich davon nicht verwirren.
Bleib frei, offen und klar…wie du wirklich bist.
Dann transzendierst du Schmerz und Leid.

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Kreatives

Bodhisattva-Gesinnung

Deine Sehnsucht nach Glück und Frieden hat dich auf den Weg zur Erlösung geführt.
Irgendwann wächst deine Sehnsucht nach Glück und Frieden ins Unermessliche
und wird zur Sehnsucht nach Glück und Frieden für alle Wesen.
Dann wandelt sich dein innerer Weg, der dich der Erlösung näher bringt,
du öffnest dich weit und dein Weg wird zum Weg der Erlösung für alle Wesen...

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Im neuen Zentrum

Immer wieder fühle ich,
dass ich zu Hause angekommen bin.
Es gibt kein Ziel mehr.
Die Dinge sind, wie sie sind.
Es gibt nichts mehr zu erreichen.
Hier und jetzt ist die Erfüllung.
Jetzt tue ich nur noch,
was getan werden muss,
Moment für Moment.
Nichts anderes.
Ich fühle mich leer.
Als ich geboren wurde,
bin ich mit leeren Händen gekommen.
Dann wurde ich mit dem Leben, mit Leiden,
Verlust und Tod konfrontiert.
Ich erzeugte einige Aktivitäten.
Nun höre ich auf etwas zu erzeugen.
Meine Aufgabe ist jetzt ganz einfach.
Ich bin der Verwalter, der Sekretär, der Tempeldiener,
der spirituelle Freund auf dem Pfad,
der Begleiter in Meditation und Praxis ...
was immer notwendig ist.
Und mein Retreat geht weiter,
ich lerne weiter, ich übe weiter
bis an mein Lebensende.
Und dann – irgendwann
werde ich alles zurücklassen
und mit leeren Händen gehen.
Möge all dies nützlich sein,
um Menschen aus Samsara heraus zu helfen.

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Kreatives

Das Ziel liegt so nah !

Was suchst du? Wo willst du hin?
Geh nach innen –
das Ziel liegt so nah, du weißt es nur nicht ---

Was willst du? Mehr Zeit?
Erlebe dich als jenseits der Zeit ruhend –
verharre still in dich gekehrt in der Gegenwart – todlos, wie du bist, in der zeitlosen Ewigkeit ---

Die Meditation in den Alltag hinübernehmend,
verrichte so deine tägliche Arbeit –
und du weißt, du hast Zeit, endlos, ewig – denn die Zeit berührt Dich nicht mehr,
auch wenn du einmal eilen musst.
Du selbst bist ein Ruhepol,
friedvoll, unerschütterlich,
denn du hast das Höchste erfahren. –

Das ist das „Tun im Nicht-Tun“ !
Daran halte dich ab jetzt
für den Rest deines Lebens –
abgekehrt von dieser Welt,
auch wenn du noch mittendrin stehst!

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Kreatives

Ursache und Wirkung

Du kannst einen Regenbogen nicht vom Himmel holen.
Er kann nicht eingefangen werden.
Wenn immer Ursachen erscheinen, erfolgt eine Wirkung.
Wenn die Bedingungen sich ändern,
entschwindet der Regenbogen.

Du kannst einen Lichtfleck nicht vom Boden waschen,
soviel du auch putzt.
Wenn immer Ursachen erscheinen, erfolgt eine Wirkung.
Wenn die Bedingungen sich ändern,
entschwindet der Lichtfleck.

Du kannst die Aktivität eines erleuchteten Wesens nicht aufhalten.
Das Gelöbnis ist die Ursache, es nimmt nie ab.
Wenn Bedingungen sich ändern,
entschwindet - nichts,
sondern die geschickten Mittel ändern sich.




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Im Laufe eines Jahres

Viel geschieht in einem Jahr.
Wir leben, genießen, erfahren und leiden.
Manchmal haben wir Erwartungen.
Manchmal sind wir in Illusionen verstrickt.
Sind wir bereit, unsere Phantasiewelt loszulassen?
Sind wir bereit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen?
Sind wir bereit, alles so zu nehmen, wie es ist?
Menschen, Dinge, Situationen –
Sieh, fühle, fließe mit.
Lass Erwartungen los.
Schneide Enttäuschungen durch.
Sei bereit zu verstehen.
Öffne dein Herz – grenzenlos...
Jeder Moment – ein Neubeginn...
Möge all das Leiden in der Welt ein Ende haben.
Mögen wir fähig sein zu helfen.

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Offene Weite

Kreatives

Sitze wie ein Berg, stabil, fest, kraftvoll –
Der Geist offen, weit und klar –
Halte nichts fest und weise nichts zurück –
Einfach sein---

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Mahamudra

Lass das Tagesbewusstsein mit dem natürlichen Zustand verschmelzen. Lass das intellektuelle Denken in reinem Gewahrsein erstrahlen. Lass Emotionen kommen und gehen wie Wolken am leeren Himmel.
Lass deine Praxis werden
wie ein unaufhörliches Spiel von reiner Klarheit
und subtilen Visionen aus Licht.
Emaho!
Dharmakaya – weit wie der Raum, erfüllt von Segen.
Sambhogakaya – große Glückseligkeit aller Buddhas,
Nirmanakaya – unerschöpfliches Spiel von Aktivitäten,
untrennbar, unzerstörbar, immerwährend,
Zeit, Raum und Wort transzendierend.
Gewidmet dem Wohl aller leidenden Wesen.

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Todlosigkeit

Wenn wir den Tod verstehen, erfreuen wir uns wirklich des Lebens.
Wenn wir Leben und Tod transzendieren, erfreuen wir uns der Befreiung.

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Einfachheit, Schlichtheit, Klarheit
Unsere Praxis- unser Weg

Der WEG ist die Rückkehr zur Stille und Weite unserer Wahren Natur.
Die uranfängliche Bewusstheit ist konzeptfreie, unkonditionierte,
strahlende Klarheit in voller Wachheit – jenseits von Geburt
und Tod, jenseits von Raum und Zeit.
Buddha Shakyamuni erreichte das Große Erwachen aus dem Schlaf
der Verblendung, aus dem Traum der Illusionen,
aus der Verstrickung in Leid.
Dhyana (skr.), Samten (tib.), Chan (chin.), Zen (jap.) –
Verweilen in einem Zustand der Meditation,
in dem der Geist klar und erkennend ist.
Ein Weg in die Tiefe der ungeborenen Natur unseres Seins.
Er öffnet die Quelle ursprünglicher Weisheit,
vereint mit grenzenlosem Mitgefühl und bedingungsloser Liebe.
Entspanntes Atmen, klare Wachheit, ungekünstelte Präsenz –
einfach sein ---
sitzen, fühlen, atmen, sich-öffnen ---
Achtsamkeit, Bewusstheit, Klarheit –
Einheit von Körper und Geist –
Abgeschiedenheit, Nichthaften, Wunschlosigkeit, Losgelöstheit –
einfach sehen, einfach sein –
wie Wasser – flexibel, stetig fließend, unaufhaltsam –
Wo ist das Leid? Wo ist der, der leidet?
Was ist Befreiung? Was ist es, das befreit werden will?
Was sind Gedanken? Woher kommen sie, wohin gehen sie?
Was sind Emotionen? Woher kommen sie, wohin gehen sie?
Wo ist das Gestern? Wo ist das Heute? Wo ist das Morgen?
Frag und forsche. ---
Dann frag nicht mehr, sprenge alle Konzepte. –
Du brauchst keine Philosophien.
Befreiung ist jenseits der Worte.
Schau in deinen Geist. Spiele mit ihm, kreativ. –
Lass Visualisationen entstehen, löse sie auf –
Mandalas, reine Bereiche, Gottheiten.
Werde wie sie – sie sind nichts und doch sind sie alles. –
Schau in deinen Geist!
Verblendung - Weisheit, Egoismus - Offenheit.
Der Weg der geschickten Methoden – Transformation, Vajrayana.
Alles ist in deinem Geist. – Du hast die Wahl!
Entscheide dich für Liebe und Mitgefühl, Leidfreiheit für alle Wesen.
Dann lass es sein, so wie es ist. –
Das ist alles!
Es gibt nichts abzulehnen oder herbeizuwünschen.
Das Spiel von Wolken im weiten Himmelsraum. –
Tue nichts! Schau einfach!
Lerne, Dinge geschehen zu lassen. Lass sie fließen. –
Mach deinen Geist klar und weit und strahlend.
Lass Mahamudra aufscheinen,
geh auf in der Großen Vollkommenheit des Dzogchen. –
Und dann schau in die Welt –
geh zurück und hilf den Wesen. ---

Stilles Sitzen – das Dharma-Tor der großen Ruhe und Freude.
Achtsamkeits-Schulung – das Dharma-Tor zu Klarheit, Bewusstheit, offener Weite.
Geistes-Training – das Dharma-Tor der formlosen Form.
Bodhicitta – das Dharma-Tor von absolutem Mitgefühl, Liebe und Weisheit.
Einfach Sein – das Dharma-Tor ohne Worte.

Diese Seite ist eine spontane Widmung an alle Großen Meister aller Zeiten und ein Geschenk an meine Dharma-Freunde und alle Wesen.

Ani Karma Tsultrim